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26.10.2026rss_feed

ASP-Fälle in Europa: Polen weiterhin am stärksten betroffen

ASP in Europa, Stand 20.10.2026 ©FLI

ASP in Europa, Stand 20.10.2026 ©FLI

Die ASP-Fallzahlen in Europa gehen insgesamt zurück – doch die Lage bleibt regional sehr unterschiedlich: Während Polen weiterhin die meisten Fälle meldet, steigen die Zahlen unter anderem in Italien und Serbien. Deutschland verzeichnet dagegen einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.

 

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts wurden von Januar bis Mitte Oktober 2026 europaweit insgesamt 8.537 ASP-Fälle bei Haus- und Wildschweinen erfasst. Insgesamt liegt die europäische Fallzahl damit unter dem Tabellenstand von Mitte Oktober 2025 mit 9.465 Fällen.


ASP-Fallzahlen in Europa ©FLI

ASP-Fallzahlen in Europa ©FLI

Polen stark betroffen

Die meisten Fälle entfallen derzeit auf Polen mit 1.785 Nachweisen. Auch in Italien und Serbien ist das Geschehen umfangreich: Dort wurden 1.111 beziehungsweise 1.085 Fälle registriert. Wobei sich das Seuchengeschehen in Serbien zum großen Teil auf den Hausschweinebestand bezieht, während in den anderen EU-Ländern vor allem Wildschweine betroffen sind. Es schließen sich Litauen mit 863 und Deutschland mit 733 Fällen an. Während die Fälle in Polen gegenüber dem Vorjahresstand deutlich zurückgingen, nahmen sie in Italien, Serbien und Litauen zu.

 

Deutschland verzeichnet deutlich weniger Fälle als im Vorjahr

In Deutschland wurden 2026 bislang 733 ASP-Fälle gemeldet, ausschließlich bei Wildschweinen. Zum Vergleich: 2025 waren es zum entsprechenden Tabellenstand 1.863 Fälle. Damit sank die Zahl um 1.130 Fälle – ein Rückgang von rund 61 Prozent. Deutschland liegt damit deutlich unter dem Vorjahresniveau und zählt trotz seiner weiterhin hohen Fallzahl nicht mehr zu den Ländern mit den meisten Nachweisen.

 

Biosicherheit bleibt das A und O

Die Zahlen zeigen, dass die ASP weiterhin in großen Teilen Europas grassiert und sich regionale Schwerpunkte jederzeit verändern können. Für Schweinehalter und die gesamte Branche bedeutet dies, dass Biosicherheitsmaßnahmen und eine konsequente Seuchenprävention unverändert hohe Priorität haben.