Deutsche Schweineschlachtungen bis August leicht unter Vorjahresniveau

Die Schweineschlachtungen in Deutschland bewegten sich von Januar bis August 2026 leicht unter dem Niveau des Vorjahres ©Eigene Darstellung nach Destatis
Das Schlachtaufkommen in Deutschland lag von Januar bis August 2026 leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Während sich die Schlachtungen von Schweinen deutscher Herkunft stabil entwickelten, gingen die Schlachtungen ausländischer Schweine deutlich zurück. Das könnte sich jedoch aufgrund aktueller Entwicklungen bis Ende des Jahres noch ändern.
Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes lagen die Schweineschlachtungen in Deutschland in den ersten acht Monaten dieses Jahres knapp unter Niveau des Vorjahres. Von Januar bis August 2026 wurden in Deutschland insgesamt 29,5 Mio. Schweine geschlachtet. Das waren rund 22.000 Tiere beziehungsweise 0,1 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die erzeugte Fleischmenge lag mit 2,8 Mio. t ebenfalls 0,1 % unter dem Vorjahreswert. Die nahezu gleichbleibende Fleischmenge deutet auf ein ähnliches durchschnittliches Schlachtgewicht hin.
Schlachtungen inländischer Schweine leicht höher
Die Zahl der geschlachteten Schweine inländischer Herkunft stieg leicht. In deutschen Schlachtbetrieben wurden 29,04 Mio. Tiere aus heimischer Herkunft geschlachtet – rund 30.300 beziehungsweise 0,1 % mehr als von Januar bis August 2025. Sie stellten weiterhin den größten Teil des Schlachtaufkommens.
Ausländische Schweine deutlich rückläufig
Bei den Schweinen ausländischer Herkunft ging die Zahl der Schlachtungen deutlich zurück. Sie sank um rund 49.500 Tiere beziehungsweise 9,4 % auf 475.753 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. ISN-Marktanalyst Klaus Kessing weist darauf hin: Seit August werden wöchentlich etwa 5.000 Schweine aus Dänemark zur Schlachtung zum Danish-Crown-Standort in Essen (Oldenburg) gebracht, als Reaktion auf den erheblichen Schweinestau in Dänemark.
Nach Angaben von Danish Crown sollen insgesamt ca. 60.000 zusätzliche Schweine aus Dänemark zur Schlachtung nach Deutschland verbracht werden. Durch diese zusätzlichen Lieferungen dürfte sich der im Vorjahresvergleich bislang deutliche Rückstand bei den Schlachtungen ausländischer Schweine in den kommenden Wochen und Monaten verringern
, so Kessing.