Deutschland exportiert mehr Schweinefleisch in Drittländer
Im Januar dieses Jahres führte Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat mehr Schweinefleisch und Nebenprodukte aus. Die Exporte verzeichneten ein Plus von 5 %. Grund dafür war vor allem die Aufhebung von Handelsrestriktionen in mehreren Drittländern, sodass diese Märkte wieder beliefert werden konnten.
Im Januar 2026 hat Deutschland seine Ausfuhren an Schweinefleisch im Vergleich zum Vorjahresmonat ausgeweitet. Insgesamt wurden rund 187.000 t Schweinefleisch exportiert und damit etwa 5 % mehr als im Januar 2025 mit 178.000 t. Damit konnte an das Exportvolumen von rund 185.000 t im Januar 2024 angeknüpft werden.
Ausfuhren in Drittländer ausgeweitet
Die Entwicklung verlief dabei zweigeteilt: Während die Exporte in andere EU-Staaten mit rund 155.000 t im Januar dieses Jahres leicht unter dem Vorjahresniveau lagen, nahmen die Ausfuhren in Drittländer im selben Zeitraum deutlich zu. Mit etwa 32.000 t lagen diese rund 60 % über dem Vorjahreswert von 20.000 t und erreichten damit wieder ein deutlich höheres Niveau. Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche im Januar 2025 in Ostdeutschland hatte die Möglichkeiten für Drittlandsexporte von Schweinefleisch zunächst stark eingeschränkt. Nachdem die entsprechenden Handelsrestriktionen nach und nach wieder aufgehoben wurden, konnte der Handel in die Drittlandsmärkte wieder deutlich ausgeweitet werden.
EU bleibt wichtigster Absatzmarkt
Trotz der dynamischen Entwicklung im Drittlandsgeschäft entfällt der überwiegende Teil der Exporte weiterhin auf den Binnenmarkt der Europäischen Union. Mit einem Anteil von rund 83 % bleiben die Lieferungen in die EU-Mitgliedstaaten klar dominierend. Die innereuropäischen Warenströme bewegen sich damit weiterhin auf einem hohen Niveau, auch wenn zuletzt eine leichte Abschwächung zu beobachten war.
Mehr Schweinefleisch nach Italien und in die Niederlande
Ein Blick auf die wichtigsten Zielländer zeigt, dass insbesondere Italien mit rund 32.000 t sowie die Niederlande mit 28.000 t zu den bedeutendsten Abnehmern für deutsches Schweinefleisch zählen. Beide Länder weiteten ihre Importe aus Deutschland gegenüber dem Vorjahr aus. Dahinter folgen Polen mit 14.000 t sowie Österreich und Belgien mit jeweils etwa 10.000 t.
