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20.07.2026rss_feed

Ernteprognose gesenkt: Hitze setzt Weizen und Mais hierzulande zu

Der DRV hat seine Prognose für die diesjährige Getreideernte nach unten korrigiert ©Canva

Der DRV hat seine Prognose für die diesjährige Getreideernte nach unten korrigiert ©Canva

Die diesjährige Getreideernte in Deutschland dürfte kleiner ausfallen als zunächst erwartet. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) veranschlagt das Aufkommen nun auf 42,7 Mio. Tonnen – ein Minus von 5,6 % im Vergleich zu 2025. Die Hitze hat das Getreide vielfach zur Notreife gebracht, berichtet AgE.

 

Die Hitzewellen der vergangenen Wochen könnten sich negativ auf die heimische Getreideernte auswirken. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) korrigierte jüngst seine Prognose für das diesjährige Aufkommen nach unten, und zwar auf nun insgesamt 42,7 Mio. Tonnen. Bislang war der Verband von 44,1 Mio. Tonnen Getreide ausgegangen. Grund für die Korrektur sind die extremen Temperaturen der vergangenen Wochen, die vielerorts zu Ertragsverlusten führen. Gleichwohl machte der Verband deutlich, dass sich das nun erwartete Ergebnis trotz der Einbußen noch im Bereich einer durchschnittlichen Ernte bewege.

 

Deutliche Einbußen bei Winterweizen und Körnermais

Im Einzelnen veranschlagt der DRV in seiner fünften Ernteschätzung für die Ernte 2026 beim Weizen insgesamt knapp 21,9 Mio. Tonnen; das wären 5,4 % weniger als im Vorjahr. Besonders deutlich dürfte jedoch die Winterweizenernte ausfallen. Hier geht der DRV von einem Minus von 11,7 % auf 19,9 Mio. Tonnen aus. Für die Gerste liegt die Prognose aktuell bei 10,8 Mio. Tonnen, nach 11,3 Mio. Tonnen zur Ernte 2025. Beim Roggen rechnet der DRV mit einem Rückgang um 6,6 % auf 2,8 Mio. Tonnen, bei Triticale mit einem Minus von 2,2 % auf knapp 1,8 Mio. Tonnen. Die Körnermaisernte dürfte nach Einschätzung des DRV mit 4,5 Mio. Tonnen um 8,1 % kleiner ausfallen als 2025.

 

Entwicklungsstadium bestimmt Ausmaß der Schäden

Laut DRV sind die Unterschiede in den Auswirkungen der Hitze durch die jeweiligen Entwicklungsstadien der Kultur begründet. So sei die Wintergerste zum Zeitpunkt der Hitzewelle bereits weitgehend abgereift und somit von größeren Schäden und in der Folge von Mengeneinbußen verschont geblieben. Allerdings hätten die Qualitäten teilweise gelitten. Die erwarteten deutlich stärkeren Einbußen beim Winterweizen begründete der Verband mit dem normalerweise sehr viel späteren Reifezeitpunkt und einer Ernte ab Ende Juli. Durch die große Hitze von teilweise mehr als 40 Grad sei der Winterweizen in vielen Regionen notreif, so der DRV.