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18.09.2026rss_feed

Herbst-AMK in Würzburg mit existenziell wichtigen Themen für Schweinehalter

Kommende Woche finde die AMK in Würzburg statt ©ISN/Jaworr, Canva, www.agrarministerkonferenz.de

Kommende Woche finde die AMK in Würzburg statt ©ISN/Jaworr, Canva, www.agrarministerkonferenz.de

Auf der Herbst-Agrarministerkonferenz in Würzburg stehen nächste Woche zahlreiche Themen auf der Tagesordnung, die für die Zukunft der Nutztierhaltung und insbesondere der Schweinehaltung von großer Bedeutung sind.

 

Vom 23. bis 25. September 2026 treffen sich die Agrarministerinnen und Agrarminister von Bund und Ländern zur Herbst-AMK in Würzburg. Die Tagesordnung umfasst 62 Punkte. Für Schweinehalter besonders relevant sind die Beratung über das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz, die Fristen für den Umbau der Sauenhaltung, das Genehmigungsrecht und der Brandschutz in Tierhaltungsanlagen. Die wichtigsten Punkte haben wir im Folgenden kurz eingeordnet.

 

Tierhaltungskennzeichnungsgesetz grundlegend überarbeiten

Die 2023 beschlossene Fassung des Gesetzes darf auf keinen Fall am 1. Januar zur verpflichtenden Umsetzung kommen – der Start muss verschoben werden, bis es grundlegend überarbeitet ist. Erfolgt keine grundlegende Anpassung, gehört es abgeschafft. Vorschläge für eine praxistaugliche Neuausrichtung liegen bereits aus einem Bündnis mit allen relevanten Organisationen vor.

 

Verlässliche Perspektive für die Sauenhaltung

Für den Umbau der Sauenhaltung braucht es eine langfristig verlässliche Investitionsförderung. Bestehende Abferkelbuchten und funktionsfähige Stallanlagen müssen durch Bestandsschutz oder deutlich längere Übergangsfristen angemessen berücksichtigt werden. Angesichts der katastrophalen wirtschaftlichen Lage und der gleichzeitig anstehenden riesigen Investitionen für den Umbau (insbesondere in der Sauenhaltung), droht die weitere Erosion der heimischen Schweinehaltung und eine wachsende Importabhängigkeit. Hier muss dringend gegengesteuert werden,

 

Genehmigungsrecht praxistauglich gestalten

Dass das Genehmigungsrecht für Tierhaltungsanlagen angepackt werden soll, ist richtig und wichtig. Nach wie vor bestehen erhebliche Hürden, die notwendige Investitionen und den Umbau der Tierhaltung erschweren. Es braucht daher verlässliche, praxistaugliche und rechtssichere Rahmenbedingungen, damit die Schweinehaltung zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann.

 

Augenmaß bei den Brandschutzmaßnahmen

Brandschutz ist ohne Frage sehr wichtig. Anforderungen dürfen aber nicht überzogen werden. Sie müssen sich auch an den örtlichen Gegebenheiten, den Gebäudestrukturen und dem Produktionsverfahren orientieren. Notwendig sind praktikable, lösungsorientierte und bezahlbare Vorgaben mit Augenmaß – statt pauschaler Anforderungen, welche die Weiterentwicklungen in den Ställen gänzlich verhindern.