Lebendimport von Schweinen nach Deutschland bis August leicht unter Vorjahresniveau
Die Lebendimporte von Schweinen nach Deutschland lagen in den ersten acht Monaten 2026 leicht unter dem Vorjahresniveau. Während die Ferkeleinfuhren nahezu stabil blieben, gingen die Importe von Schlachtschweinen deutlich zurück. Zusätzliche Lieferungen aus Dänemark könnten die Entwicklung bei den Schlachtschweinen im weiteren Jahresverlauf jedoch verändern.
Die Lebendimporte von Schweinen (Schlachtschweine und Ferkel) nach Deutschland lagen von Januar bis August 2026 leicht unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt wurden 6,99 Mio. Schweine eingeführt. Das waren 1,0 % weniger als im Vorjahreszeitraum.
Bis Juli weniger Schlachtschweine importiert – aber nun mehr Lieferungen aus Dänemark
Die Einfuhren von Schlachtschweinen sanken gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 6,8 % auf rund 490.000 Tiere. Aus den Niederlanden kamen rund 350.000 Schlachtschweine bzw. 7,1 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch die Lieferungen aus Belgien gingen um 26,3 % auf rund 70.000 Tiere zurück. Aus Frankreich wurden rund 3.000 Schlachtschweine eingeführt (-60,5 %).
Dagegen erhöhten sich die Lieferungen aus Dänemark um 62,6 % auf rund 30.000 Schlachtschweine. Dabei lagen die Lieferungen bis Juli sogar noch leicht unter dem Vorjahresniveau. Seit August werden jedoch etwa 5.000 Schweine pro Woche aus Dänemark zur Schlachtung zum Danish-Crown-Standort in Essen (Oldenburg) gebracht. Damit reagiert Danish Crown auf einen erheblichen Schweinestau in Dänemark. Nach Angaben von Danish Crown sollen insgesamt ca. 60.000 zusätzliche Schweine aus Dänemark zur Schlachtung nach Deutschland verbracht werden.
Die gesamten Schlachtschweineimporte nach Deutschland lagen damit zwar bis August noch unter dem Vorjahresniveau. Durch die zusätzlichen Lieferungen aus Dänemark könnte sich die Statistik im weiteren Jahresverlauf jedoch drehen.
Ferkelimporte nur leicht rückläufig
Die Ferkeleinfuhren lagen mit 6,50 Mio. Tieren nur knapp unter dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Zeitraum von Januar bis August 2025 entspricht dies einem Rückgang von 0,5 %.
Dänemark blieb mit rund 4,93 Mio. Ferkeln (+0,3 % im Vergleich zum Vorjahr) der mit Abstand wichtigste Lieferant. Etwas mehr als drei Viertel (76 %) aller nach Deutschland importierten Ferkel stammen aus Dänemark.
Aus den Niederlanden kamen rund 1,53 Mio. Ferkel, das waren 4,7 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil an den gesamten Ferkeleinfuhren lag bei 23,5 %. Auf Dänemark und die Niederlande zusammen entfielen damit rund 99,3 % der deutschen Ferkeleinfuhren.
Die Ferkellieferungen aus Belgien und Frankreich stiegen zwar prozentual deutlich an, spielen in absoluten Mengen für den deutschen Markt insgesamt jedoch weiterhin nur eine geringe Rolle.
