Lebendimporte nach Deutschland knapp unter Vorjahresniveau

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verzeichnen die Schlachtschweineimporte nach Deutschland einen deutlichen Einbruch ©ISN
Die Lebendimporte von Schweinen nach Deutschland sind im ersten Halbjahr 2026 insgesamt leicht zurückgegangen. Während die Ferkeleinfuhren das Vorjahresniveau fast erreichten, verzeichneten die Schlachtschweineimporte ein deutliches Minus.
Von Januar bis Juni 2026 wurden insgesamt rund 5.220.000 Schweine lebend nach Deutschland importiert, was einem Rückgang von 2,0 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Während die Einfuhren von Ferkeln nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres lagen, verzeichneten die Schlachtschweineimporte einen deutlichen Rückgang. Damit setzt sich der langjährige Trend von abnehmenden Lieferungen von lebenden Schweinen zur Schlachtung in Deutschland weiter fort.
Schlachtschweineimporte deutlich rückläufig
Im ersten Halbjahr 2026 wurden insgesamt rund 4.870.000 Ferkel nach Deutschland importiert, was einem leichten Rückgang von 1,0 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Bei den Schlachtschweinen fiel das Minus im selben Zeitraum jedoch erheblich deutlicher aus: Die Importe sanken im ersten Halbjahr spürbar um 13,9 % auf 350.000 Tiere.
Dieser Rückgang bei den Schlachtschweinen ist im Wesentlichen auf sinkende Lieferungen aus den Niederlanden und Belgien zurückzuführen. Aus den Niederlanden, dem mit Abstand größten Lieferanten für den deutschen Markt, kamen mit rund 260.000 Schlachtschweinen 9,8 % weniger Tiere als im Vorjahreshalbjahr. Die Lieferungen aus Belgien schrumpften ebenfalls deutlich um 27,1 % auf rund 50.000 Tiere. Auch aus Dänemark und Frankreich wurden im Vorjahresvergleich weniger schlachtreife Schweine eingeführt.

Der Import von Ferkeln nach Deutschland ging im ersten Halbjahr 2026 im Vorjahresvergleich leicht zurück ©ISN
Dänemark baut Führungsposition bei Ferkellieferungen aus
Bei den Ferkeleinfuhren zeigte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 hingegen eine sehr differenzierte Entwicklung nach den jeweiligen Herkunftsländern. Dänemark baute seine ohnehin schon führende Position als Hauptlieferant für deutsche Mastställe weiter aus und steigerte die Lieferungen leicht um 0,3 % auf rund 3.700.000 Ferkel. Dagegen verzeichneten die Importe aus den Niederlanden im gleichen Zeitraum einen spürbaren Rückgang um 6,6 % auf rund 1.130.000 Ferkel.
Ferkelexport geht stark zurück
Flankiert wurde diese Importentwicklung durch veränderte Warenströme beim Export. Auf der Exportseite zeigte sich nämlich ein zweigeteiltes Bild: Während die deutschen Ferkelexporte im ersten Halbjahr massiv um 22,4 % auf 400.000 Tiere einbrachen, legten die Exporte von Schlachtschweinen aus Deutschland in das benachbarte Ausland leicht um 1,9 % auf 370.000 Tiere zu.