Niederländische Ferkelausfuhren deutlich gesunken
Wie das dänische Fachmagazin Landbrug & Fødevarer (L&F) berichtet, sind die niederländischen Ferkelausfuhren deutlich zurückgegangen. In den ersten 43 Wochen des Jahres 2026 exportierten die Niederlande fast 15 Prozent weniger Ferkel als im Vorjahreszeitraum. Besonders stark sanken die Lieferungen nach Spanien.
Nach Daten des niederländischen Rijksdienst voor Ondernemend Nederland (RVO) wurden im Jahr 2026 bis zur 43. Kalenderwoche 4,091 Millionen Ferkel ausgeführt. Das waren 14,8 Prozent weniger als in den entsprechenden Wochen 2025, als die Exporte bei 4,802 Millionen Stück lagen.
Spanien-Exporte im ersten Halbjahr besonders schwach
Besonders stark sanken die Ausfuhren nach Spanien. Sie gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21,7 Prozent auf rund 1,80 Millionen Ferkel zurück. Der Einbruch im Spaniengeschäft konzentrierte sich vor allem auf das erste Halbjahr. Im dritten Quartal 2026 lagen die Exporte dorthin wieder näher am Vorjahresniveau. Spanien war in den vergangenen zwei Jahren der wichtigste Auslandsmarkt für niederländische Ferkel.
Die Lieferungen nach Deutschland – mit rund 1,76 Millionen Tieren der zweite wichtige Absatzmarkt – verringerten sich moderater um 6,1 Prozent. Spanien und Deutschland waren damit die mit Abstand wichtigsten Abnehmerländer: Zusammen entfielen auf sie rund 87 Prozent der niederländischen Ferkelausfuhren.
Aufkaufprogramme bremsen die Produktion
Als Hauptgrund für den Exportrückgang insgesamt gelten die Aufkaufprogramme der niederländischen Regierung, die die Ferkelerzeugung im Land verringern. Die geringere Produktion spiegelt sich auch bei den Schweineschlachtungen in den Niederlanden wider: Im ersten Halbjahr sank ihre Zahl um 5,6 Prozent auf 6,8 Millionen Tiere.
Ein wichtiger Grund für die stärker rückläufigen Lieferungen nach Spanien liegt bei den ASP-Ausbrüchen in Spanien seit Ende November 2025. Seitdem wurden deutlich weniger niederländische Ferkel nach Spanien exportiert.
