Philippinen: Neue Einfuhrbestimmungen für Schweinefleisch schaffen Rahmen für ASP-Regionalisierung
Mit einem neuen Regelwerk reagiert die philippinische Regierung auf die anhaltenden Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest. Künftig soll unter bestimmten Voraussetzungen die Anerkennung seuchenfreier Regionen innerhalb von Exportländern möglich sein.
Das philippinische Landwirtschaftsministerium hat neue Regelungen zur Einfuhr von Schweinefleisch erlassen. Ziel ist es, die Schutzmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiter zu stärken und zugleich sichere Importe von Schweinen und Schweinefleischerzeugnissen zu gewährleisten. Zentrales Element der Ende 2025 in einem Rundschreiben veröffentlichten Regelung ist ein Regionalisierungskonzept, das die Anerkennung ASP-freier Zonen innerhalb exportierender Länder gemäß den Standards der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) ermöglicht, berichtet Pigprogress. Die Vorschriften sollen nach zwei Jahren überprüft werden, um ihre Wirksamkeit und Aktualität sicherzustellen.
Keine sofortige Marktöffnung für Deutschland und Spanien – aber erstmals rechtlicher Rahmen
Für Länder wie Deutschland oder Spanien bedeutet dies aktuell zwar keine sofortige Marktöffnung, schafft jedoch erstmals den rechtlichen Rahmen, unter dem nach Erfüllung aller erforderlichen Verfahren und Kriterien künftig Exporte aus nicht betroffenen Regionen möglich werden könnten. Voraussetzung bleibt ein formelles Anerkennungsverfahren.
Eine bilaterale Anerkennung kann in Kraft treten, sobald die obersten Veterinärbeamten beider Länder das Abkommen unterzeichnen und das Landwirtschaftsministerium der Philippinen eine entsprechende Anordnung erlassen hat. Die Bestimmungen verpflichten die Exportländer zur jährlichen Vorlage von Berichten zum Status der Afrikanischen Schweinepest (ASP), in denen die Überwachungs-, Kontroll- und Bekämpfungsmaßnahmen detailliert beschrieben werden.
Maßnahmen zur Stabilisierung der heimischen Erzeugung
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums arbeitet die Regierung im Inland weiterhin an einem nationalen Zonen- und Bewegungsplan, um ASP-freie Gebiete zu identifizieren und die Bestände schrittweise zu stabilisieren. Parallel dazu wurden Maßnahmen zur Unterstützung der heimischen Erzeuger beschlossen. So einigte sich das Ministerium mit Branchenvertretern auf einen Mindestabnahmepreis von 210 Philippinischen Peso (ca. 3,04 €) je Kilogramm Lebendgewicht, um die Erholung der lokalen Schweineproduktion zu unterstützen. Zudem ist geplant, erneut eine empfohlene Preisobergrenze für Schweinefleisch im Einzelhandel einzuführen, um Verbraucher vor überhöhten Preisen zu schützen und ein ausgewogenes Verhältnis entlang der Wertschöpfungskette zu gewährleisten.
