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05.03.2026rss_feed

Schweinepreise klettern weiter: Erzeuger hoffen auf Fortsetzung der Markterholung

Preisgrafik Kw10

Die Notierung für Schlachtschweine ist am Mittwoch erneut um 5 Cent gestiegen. Nach den Anstiegen in den beiden Vorwochen in Höhe von ebenfalls 5 Cent liegt sie damit nun bei 1,60 €/kg SG. Leichte Impulse auf der Nachfrageseite geben bei einem sich verknappenden Angebot an schlachtreifen Schweinen den Ausschlag für das weitere Notierungsplus.

 

Am Schlachtschweinemarkt überwiegt weiterhin eine freundliche Stimmung. Das Angebot an schlachtreifen Schweinen reicht vielerorts nicht aus, um die vorhandene Nachfrage kurzfristig zu bedienen. Entsprechend können Vermarkter ihre Tiere meist zügig platzieren. Der Monatsanfang sowie frühlingshafte Temperaturen bringen derzeit zusätzliche Impulse und sorgen für eine etwas lebhaftere Nachfrage nach Schweinefleisch. In Kombination mit dem Umstand, dass das Schlachtschweineangebot nun saisonal zurückgeht, führt das zu einer Anhebung der Preise.

 


Hoffnung auf auskömmliche Schweinepreise im Sommer

Bereits in den vergangenen beiden Wochen war die Notierung jeweils um 5 Cent angehoben worden. Mit dem gestrigen Anstieg setzt sich damit die Aufwärtsbewegung am Schweinemarkt fort. Die Erzeugerseite hofft in den kommenden Wochen auf eine kontinuierliche Markterholung, sodass sie im Sommer hoffentlich endlich wieder kostendeckende Erlöse erzielen können.

Unter Berücksichtigung der Vollkosten in der Ferkelerzeugung und in der Schweinemast wäre dafür eine VEZG-Schlachtschweinenotierung von mindestens 2,00 €/kg notwendig.

Von der Schlachthofseite werden diese Erwartungen allerdings etwas gedämpft. Die Schlachtunternehmen verweisen darauf, dass die Umsetzung höherer Preise am Fleischmarkt Zeit brauche und die Versorgungslage am europäischen Fleischmarkt insgesamt ausreichend sei.

 

Preissteigerungen im EU-Umfeld

Auch in den umliegenden EU-Ländern überwogen zuletzt die positiven Tendenzen. Die Notierungen in Spanien (+6 Cent), den Niederlanden (+5 Cent), Belgien (+6 Cent) und Österreich (+8 Cent) legten in der vergangenen Woche ebenfalls zu, während die Preise in Dänemark und Frankreich unverändert blieben.