ASP in Ungarn: Mehrere Hausschweinebestände im Süden des Landes betroffen
In Ungarn hat die Nationale Behörde für Lebensmittelsicherheit (Nébih) die Afrikanische Schweinepest (ASP) in mehreren Hausschweinebeständen im Komitat Baranyaim im Süden des Landes nachgewiesen. Die Behörden haben umgehend Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet.
Nachdem die ASP im Juni dieses Jahres erstmals in Ungarn bei Hausschweinen nachgewiesen wurde, haben die ungarischen Behörden nun den Ausbruch der Tierseuche in drei weiteren Hausschweinebeständen im Komitat Baranya im Süden des Landes gemeldet. Wie die Nationale Behörde für Lebensmittelsicherheit (Nébih) mitteilte, bestätigte das Labor das ASP-Virus innerhalb kurzer Zeit in drei Betrieben mit zusammen rund 80 Schweinen. Die Ausbruchsorte liegen im Südwesten Baranyas, nur wenige Kilometer von der ungarisch-kroatischen Grenze entfernt.
Zwei Ausbrüche in Drávafok und Okorág
Bereits am 12. August bestätigte das Nébih-Labor das ASP-Virus in zwei Hausschweinebeständen im Komitat Baranya. Betroffen waren ein Betrieb mit 34 Schweinen in Drávafok sowie ein Bestand mit 19 Mangalica-Schweinen in Okorág. Die Tiere zeigten Krankheitssymptome wie Fieber, Schwäche und Durchfall, zudem häuften sich die Verluste. Der nationale Chefveterinär Dr. Imre Nemes ordnete die sofortige Sperrung beider Betriebe an; die Keulung der Bestände läuft.
Weiterer Ausbruch in Kölked
Am 18. August wurde das ASP-Virus dann in einem weiteren Betrieb mit 27 Schweinen in Kölked nachgewiesen. Auch hier bestätigte das Nébih-Labor den Befund; die Tiere wirkten appetitlos und zeigten vermehrte Verluste. Der betroffene Betrieb wurde umgehend gesperrt, die Keulung des Bestands wurde eingeleitet.
Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet
Als unmittelbare Reaktion auf die Ausbrüche hat die Veterinärbehörde um die betroffenen Betriebe eine Schutzzone (3 Kilometer) sowie eine Überwachungszone (10 Kilometer) ausgewiesen, in denen strenge Einschränkungen gelten. Die Behörden appellieren eindringlich an alle Schweinehalter in der Region, die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten, um eine weitere Ausbreitung des Seuchengeschehens zu verhindern.
