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17.02.2026rss_feed

ASP-Lage in Europa weiter angespannt

Karte: ASP in Europa, Stand 10.02.2026 ©FLI

Karte: ASP in Europa, Stand 10.02.2026 ©FLI

Die ASP-Lage in Europa bleibt auch 2026 angespannt. Die bisherigen Daten des FLI zeigen weiterhin zahlreiche Ausbrüche insbesondere bei Wildschweinen. Während einige Länder stärker betroffen sind, gelingt es anderen, die Lage spürbar zu stabilisieren. Angesichts der anhaltenden Ausbreitung in mehreren europäischen Regionen bleibt die Einhaltung strikter Biosicherheitsmaßnahmen entscheidend.

 

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Europa weiterhin präsent. Seit Beginn des Jahres 2026 wurden nach aktuellen Zahlen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) insgesamt fast 1.500 ASP‑Fälle gemeldet – hauptsächlich bei Wildschweinen.

 

Polen und baltische Staaten am stärksten betroffen

Besonders stark betroffen ist nach wie vor Polen mit bislang 276 Nachweisen im Schwarzwildbestand, gefolgt von Bulgarien (245) und Litauen (172). Auch Lettland (159 Fälle) und Ungarn (157) melden weiterhin hohe Fallzahlen. Italien und Rumänien liegen mit jeweils 152 Fällen ebenfalls im oberen Bereich.

 

Weniger Fälle in Deutschland

Deutschland verzeichnet dagegen bislang nur 37 Fälle bei Wildschweinen – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, in dem bis Mitte Februar bereits 369 Nachweise registriert waren. Die niedrigen Fallzahlen deuten darauf hin, dass die bisherigen Eindämmungsmaßnahmen gut greifen. Gleichzeitig zeigt der Blick in die Nachbarländer, dass das Risiko einer erneuten Einschleppung weiterhin hoch bleibt.

 

Bedeutung konsequenter Vorsorge- und Bekämpfungsmaßnahmen

Die Ausbrüche bei Hausschweinen liegen im bisherigen Jahresverlauf unter dem Vorjahresniveau. In diesem Bereich führt Rumänien die Statistik an, dort wurden seit Jahresbeginn 32 Ausbrüche bestätigt. Moldawien meldet zudem 5 Fälle in Hausschweinehaltungen. In Polen wurden in diesem Jahr bisher keine ASP‑Ausbrüche in Hausschweinebeständen gemeldet.
Angesichts der anhaltenden Ausbreitung in mehreren europäischen Regionen bleibt die Einhaltung strikter Biosicherheitsmaßnahmen und die konsequente Bekämpfung der Tierseuche entscheidend.