Spanien meldet zwei ASP-Fälle bei Wildschweinen

Lage der beiden in Katalonien festgestellten ASP-Fälle bei Wildschweinen (Quelle: MINISTERIO DE AGRICULTURA, PESCA Y ALIMENTACIÓN)
Das spanische Landwirtschaftsministerium hat heute zwei ASP-Fälle bei Wildschweinen in der Nähe von Barcelona bekanntgegeben. Die Auswirkungen des ASP-Ausbruchs bleiben angesichts des erst vor 2 Wochen abgeschlossenen Regionalisierungsabkommens zwischen Spanien und China abzuwarten.
Zwei Wildschweine ASP-positiv getestet
Spanien hat am heutigen Freitag die ersten beiden Fälle von Afrikanischer Schweinepest seit 1994 bekanntgegeben. Die offiziellen Veterinärdienste von Catalunya haben über den Fund von zwei Wildschweinen in Bellaterra (in der Nähe von Barcelona) informiert, die positiv auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) getestet wurden. Die beiden Wildschweine waren am 26. November tot aufgefunden worden. Die positiven Untersuchungsergebnisse wurden vom Zentralen Veterinärlabor von Algete (Madrid) bestätigt.
Das spanische Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung Spanien hat den Ausbruch entsprechend den Regelungen an die EU und die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) gemeldet.
Notfallmaßnahmen wurden aktiviert
Die spanischen Behörden haben die Notfallmaßnahmen gemäß dem EU-Recht in dem betroffenen Gebiet aktiviert. Schweinehaltende Betriebe wurden aufgefordert, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu prüfen und zu verschärfen.
Die Infektionsquelle zu diesem Ausbruch ist bislang noch nicht bekannt und wird weiter recherchiert.

Die beiden Wildschweinkadaver lagen ca. 1 km voneinander entfernt (Quelle: MINISTERIO DE AGRICULTURA, PESCA Y ALIMENTACIÓN)
Regionalisierungsabkommen mit China
Erst vor zwei Wochen war gemeldet worden, dass Spanien und China ein gegenseitiges Regionalisierungsabkommen für den Schweinefleischexport im Fall des Auftretens von ASP abgeschlossen haben. Damit akzeptieren Spanien und China die Zoneneinteilungen des jeweils anderen Landes. Im Fall eines ASP-Ausbruchs werden demnach die Schweinefleischexporte nicht landesweit, sondern nur aus dem betroffenen Gebiet gesperrt.
Die Auswirkungen des ASP-Ausbruchs auf den europäischen Schweinefleischmarkt bleiben daher zunächst einmal abzuwarten.

